Weihnachtliche Poller an der Wolthäuser Straße

In der Vorweihnachtszeit eröffnete sich Fußgängern und Autofahrern, die die Wolthäuser Straße passierten, ein vergnüglicher Anblick. Speziell im hinteren Bereich, zum Wald hin, präsentierten sich viele der Holzpoller, die den Fahrweg auf der linken und rechten Seite säumten, passend zur Jahreszeit mit rot-weißer Kopfbedeckung: Die Pfosten trugen Weihnachtsmützen. Mit ihren orangefarbenen Reflektoren erinnerten sie ein wenig an freundliche, einäugige Weihnachtswichtel. 
 
Was verbarg sich hinter dieser Aktion? Das Rätsel klärte sich schnell auf, wenn man bei den Anwohnern der Wolthäuser Straße nachforschte. Es handelte sich um eine Geste im Zeichen gemeinschaftlichen Zusammenhalts. Den Anfang hatte eine Anwohnerin gemacht, die ihren Nachbarn in dieser herausfordernden Zeit einen freundlichen Gruß schicken wollte. Am Samstag vor dem ersten Advent hatte sie in Eigenregie Mützen gekauft und sie über die Poller in ihrem Abschnitt der Straße gezogen. Schnell sprang der Funke über und mehrere Anwohner erstanden nun ebenfalls solche Kopfbedeckungen, mit denen sie weitere Holzpfosten einkleideten. Wenn manche Mützen auch entwendet wurden und deshalb ersetzt werden mussten, so ist doch sicher: Selten haben diese hölzernen Straßenbegrenzungen in ähnlicher Weise für Lächeln gesorgt wie in jenen Wochen an der Wolthäuser Straße.