Tätigkeitsschwerpunkt „Bildung und Arbeit für Migranten“

Stand der Dinge:
Am 31.12.2018 zählte die Gemeinde Winsen (Aller) 13.369 Bürger. Von diesen waren 747 Personen ausländischer Nationalität. Die Zahl der Asylbewerber belief sich zu diesem Zeitpunkt auf 121. Gegenüber dem Vorjahreswert (129) bedeutete dieser Wert einen Rückgang um 6,2 %. Diese Gruppe setzte sich aus 86 Erwachsenen und 35 Kindern zusammen.
Viele Migranten hatten in dem Zeitraum seit ihrer Ankunft Arbeit gefunden und nun schon das zweite Jahr in Folge eine Steuererklärung abgegeben.
2018 waren zwei neue Flüchtlingsfamilien nach Winsen gekommen. Des Weiteren waren einige Flüchtlinge aus anderen EU-Ländern nach Deutschland umverteilt und der Gemeinde Winsen (Aller) zugewiesen worden. 
Mehrere Großfamilien, jesidische Kurden, waren aus anderen Bundesländern nach Winsen (Aller) gekommen, weil sich für sie Arbeitsmöglichkeiten vor Ort ergeben haben.

Bildungsangebote:
Frühkindliche Bildung:
•    Projekt des nifbe (Nds. Institut für frühkindliche Bildung und Entwicklung): Einmal in der Woche wurde in jedem kommunalen Kindergarten eine Sprechstunde angeboten.
•    Projekt „Griffbereit“: Einmal in der Woche wurde ein Spielkreis angeboten, an dem Eltern mit ihren Kindern (bis drei Jahre) teilnehmen konnten.
 
Schulische Bildung:
•    Einmal pro Woche fand an der Oberschule eine Sprechstunde für Kinder, Eltern und Lehrer statt.
•    Auf Abruf wurden auch an der Grundschule Sprechstunden angeboten.
 
Berufliche Bildung:
•    Kurs für Frauen: Dreimal pro Woche konnten Frauen an der VHS an einem Sprachunterricht (Basiskenntnisse) mit begleitender Kinderbetreuung teilnehmen.
 
Zusammenarbeit mit Familienbüro:
•    Es wurde bei der Vermittlung von Plätzen für Kinder in der Tagespflege geholfen, damit sich ihre Mütter beruflich orientieren konnten.

Projekte:
Beratung für Menschen mit Migrationshintergrund (keine Flüchtlinge)
•    Adressaten waren z. B. Personen, die im Rahmen der „EU-Freizügigkeit“ nach Winsen (Aller) gekommen sind.
•    Themen: z. B. Regelungen, die Heirat, Studium und Arbeitsprozess in Deutschland betreffen
 
Dies & Das:
•    Die Anlaufstelle zur Verteilung von Sachspenden war einmal pro Monat aktiv. 

Spieleabend:
•    Einmal pro Woche fand ein Spieleabend im Treffpunkt an der Bahnhofstraße statt.
 
Kreative Küche:
•    Einmal pro Woche trafen sich Interessierte im Treffpunkt an der Bahnhofstraße, kochten gemeinsam, bereiteten Marmelade zu etc.
 
Fahrradkurs für Frauen:
•    Mehrere Frauen nahmen an einem Fahrradkurs teil, der zusammen mit dem MTV Fichte veranstaltet wurde. Vier von ihnen wurden dadurch mobil.

Sonstiges:
Umzüge:
•    Die Anzahl der Flüchtlingsunterkünfte in Winsen (Aller) wurde reduziert. Hieraus ergab sich die Notwendigkeit, innerhalb der Gemeinde Umzüge für die Betroffenen zu organisieren.
 
Netzwerk:
•    Die Migrations- und Integrationsbeauftragte befand sich konstant im Gespräch mit Jobcenter und Arbeitsagentur, aber auch mit Kindergärten, Frauenhaus, BAMF, Verwaltungsgericht, Ministerien und der Celleschen Zeitung.

Ausflüge: 
•    Eine Gruppe von Interessierten (inkl. Familienangehörige) besuchte den Vogelpark Walsrode.
•    Gemeinsam mit Jugendlichen wurde eine Fahrradtour zum Kalka-See unternommen.
 
Veranstaltungen: 
•    Ramadan-Fest: Gemeinsam wurde das Fastenbrechen gefeiert.
•    Kartoffelmarkt: Die Teilnehmer boten drei Gerichte sowie arabischen Kaffee/Tee auf dem Kartoffelmarkt an. Die erhaltenen Spenden in Höhe von 170 EUR kamen der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen zu Gute.
•    Weihnachtsfest: Für Kinder in einem Alter von bis zu zwölf Jahren wurde eine Feier veranstaltet, an der auch ein „Weihnachtsmann“ teilnahm.
•    Einladung nach Berlin: Karina Ibrahimova und Beate Schaefer nahmen in Berlin an einem Festakt anlässlich des  40-jährigen  Jahrestages der Ernennung der ersten Integrationsbeauftragten teil, bei dem auch die Bundeskanzlerin Angela Merkel anwesend war. 

Schlusswort:
•    Besonderer Dank gilt der Bevölkerung der Gemeinde Winsen (Aller), deren Spenden zur Durchführung von Ausflügen und zur Unterstützung der Arbeit insgesamt verwendet werden konnten.