Öffentliche Auslegung der 4. Änderung des Bebauungsplanes Winsen (Aller) Nr. 38 „Hinteres Sandfeld“

Die nachfolgende Bekanntmachung erfolgt nach den Bestimmungen des Baugesetzbuches (BauGB) in der zurzeit gültigen Fassung.

Beschluss zur öffentlichen Auslegung
Der Verwaltungsausschuss der Gemeinde Winsen (Aller) hat am 04.12.2018 die Aufstellung der 4. Änderung des Bebauungsplanes Winsen (Aller) Nr. 38 „Hinteres Sandfeld“ im beschleunigten Verfahren gem. § 13a BauGB als „Bebauungsplan der Innenentwicklung“ beschlossen. Er hat außerdem dem Entwurf der 4. Änderung des Bebauungsplanes Winsen Nr. 38 „Hinteres Sandfeld“ zugestimmt und die öffentliche Auslegung gemäß § 3 Abs. 2 Baugesetzbuch (BauGB) beschlossen. 

Die 4. Änderung des Bebauungsplanes Winsen Nr. 38 „Hinteres Sandfeld“ wird gemäß § 13 a BauGB im beschleunigten Verfahren ohne Durchführung einer Umweltprüfung nach § 2 Abs. 4 BauGB aufgestellt.

Geltungsbereich
Der Geltungsbereich befindet sich im Norden der Gemeinde Winsen (Aller) nordwestlich der Straße „Schneller Ritt“ und südöstlich der Straße „Eichenring“. 
Der Geltungsbereich ist im folgenden Kartenausschnitt unmaßstäblich dargestellt. 
 

Ziel und Zweck der Planung
Durch  die  vorliegende  Planung soll eine Erweiterung des Parkplatzes des Kindergartens vorbereitet werden. Es hat sich gezeigt, dass der vorhandene Parkplatz insbesondere zu Stoßzeiten  zu  klein  ist,  und  immer  mehr  Eltern  ihre  Fahrzeuge  in  den  Wohnstraßen abstellen. Dies hängt damit zusammen, dass viele Kinder von den umliegenden Ortschaften mit dem Auto gebracht werden. Ursprünglich war dagegen angenommen worden, dass ein größerer  Anteil  der  Kinder  in  den  umliegenden  Wohngebieten  wohnt  und  zu  Fuß  zum Kindergarten gebracht wird. Um die Parksituation zu entspannen, soll dementsprechend die Stellplatzanlage um zwölf Plätze erweitert werden können.

Die Unterrichtung der Öffentlichkeit gem. § 13a Abs. 3 Nr. 2 BauGB erfolgt in Verbindung mit der öffentlichen Auslegung gem. § 3 Abs. 2 BauGB. Der Entwurf der 4. Änderung des Bebauungsplanes Winsen Nr. 38 „Hinteres Sandfeld“ mit Begründung und die Artenschutzrechtliche Potenzialabschätzung liegen in der Zeit vom

05.07.2019 bis einschließlich 06.08.2019

während der Öffnungszeiten der Verwaltung
Montag - Freitag           8.30 Uhr - 12.00 Uhr
Donnerstag                   8.30 Uhr - 12.00 Uhr und 14.00 Uhr - 18.00 Uhr

im Flur des Niefindthauses, Am Amtshof 7, Fachbereich II, Fachdienst Gemeindeplanung u. Tiefbau, 29308 Winsen (Aller) zu jedermanns Einsicht öffentlich aus. Der Inhalt der ortsüblichen Bekanntmachung sowie die auszulegenden Unterlagen werden nach § 3 Absatz 2 Satz 1 und 2 BauGB zusätzlich hier veröffentlicht und sind über ein zentrales Internetportal des Landes zugänglich.
Es besteht auch die Möglichkeit einen Termin außerhalb der Öffnungszeiten zur Einsichtnahme zu vereinbaren. Auskunft erteilt Herr Lohmann, Am Amtshof 7, Zimmer 0.02, Tel.: 05143/9888-95.

Während der Auslegungsfrist können Stellungnahmen, gerne auch per E-Mail an gemeindeplanung(at)winsen-aller.de abgegeben werden. 

Der Entwurf der 4. Änderung des Bebauungsplanes Winsen (Aller) Nr. 38 „Hinteres Sandfeld“ mit Begründung und die Artenschutzrechtliche Potenzialabschätzung kann von jedermann eingesehen werden. Während der öffentlichen Auslegung können Stellungnahmen zum Entwurf der 4. Änderung des Bebauungsplanes Winsen Nr. 38 „Hinteres Sandfeld“ mit Begründung und der Artenschutzrechtlichen Potenzialabschätzung dazu schriftlich oder mündlich zur Niederschrift bei der Gemeinde Winsen (Aller) abgegeben werden. Auch interessierte Kinder und Jugendliche sind aufgefordert, sich zu den Planungen zu äußern. Durch die Abgabe Ihrer Stellungnahme stimmen Sie der Speicherung Ihrer personenbezogenen Daten zu.

Nach dieser Frist abgegebene Stellungnahmen können bei der Beschlussfassung über diesen Bebauungsplan unberücksichtigt bleiben.

Umweltbezogene Informationen:
Da im beschleunigten Verfahren gem. § 13 a BauGB ein Umweltbericht und die Berücksichtigung der naturschutzrechtlichen Eingriffsregelung verzichtbar sind, kann der § 44 Abs. 5 Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG) nicht angewendet werden, der für unvermeidbare Eingriffe sowie für bestimmte bauleitplanerische Vorhaben eine pauschale Freistellung von den meisten der artenschutzrechtlichen Zugriffsverbote des § 44 Abs. 1 BNatSchG enthält.
Zur Berücksichtigung der artenschutzrechtlichen Sachverhalte sowie weiterer naturschutz- und waldrechtlicher Belange im Rahmen des Bauleitplanverfahrens hat die Gemeinde Winsen (Aller) das Landschaftsarchitekturbüro Prof. Dr. Kaiser (Arbeitsgruppe Land & Wasser) mit der Erstellung eines entsprechenden Fachbeitrages beauftragt. Die  empfohlenen  Maßnahmen führen  nicht  zu besonderen  Festsetzungen im Bebauungsplan, weil sie nicht bodenbezogen sind. Sie können aber ohne 
weiteres von der Gemeinde Winsen (Aller) als Grundstückseigentümerin beachtet werden
 

Gemeinde Winsen (Aller), den 21.06.2019
Der Bürgermeister
Dirk Oelmann