Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Winsen (Aller)

Nachdem Ortsbrandmeister Ulrich Marquardt die Jahreshauptversammlung pünktlich um 19.30 Uhr eröffnet und die zahlreichen Gäste, Mitglieder und Feuerwehrkameraden begrüßt hatte, folgte eine Schweigeminute im Gedenken an verstorbene Feuerwehrkameraden. Im Anschluss wurde über das das letzte Protokoll von der Mitgliederversammlung abgestimmt, das auf den Tischen auslag. Hierüber wurde abgestimmt und das Protokoll ohne Gegenstimme genehmigt.

Bereits an dieser Stelle, bevor Marquardt mit seinem Bericht begann, bedankte er sich ganz besonders bei Volker Behr für die tolle Unterstützung und reibungslose Zusammenarbeit. Diesen Dank reichte er auch an das gesamte Kommando und alle Kameraden der Ortsfeuerwehr weiter! „Vielen Dank euch allen, mir hat das letzte Jahr wieder viel Spaß gemacht“, so Marquardt.

Danach verlas Ulrich Marquardt den Jahresbericht 2018. Dieser war angefüllt mit allerlei Geschehnissen. Ein paar besondere Veranstaltungen des letzten Jahres sollten trotzdem kurz beleuchtet werden. Das Jahr 2018 war ausgefüllt mit Diensten, Veranstaltungen und Einsätzen, aber auch wenn es nur einen Großeinsatz gab, war es kein ruhiges Jahr.

Die größte Herausforderung im letzten Jahr war für die Ortsfeuerwehr natürlich der Kreisfeuerwehrtag im September. Zusammen mit allen Feuerwehren der Gemeinde wurden die Vorbereitungen und die Durchführung dieser Großveranstaltung reibungslos abgewickelt und die Gemeinde Winsen würdig dargestellt. Beim Schützenfest wurde wieder den Umzug begleitet und abgesichert. Nach den Sommerferien wurde wieder zusammen mit den beiden Westkreisgemeinden Wietze und Hambühren eine Truppmannausbildung Teil 1 durchgeführt, an der aus der Ortsfeuerwehr Winsen erfreulicherweise acht Kameradinnen und Kameraden teilgenommen haben. Diverse Kameraden haben an Lehrgängen auf Kreisebene und an der NABK teilgenomme,n und es wurde wieder ein Fahrersicherheitstraining der Kreisausbildung auf dem Wabco-Gelände in Jeversen durchgeführt.

Die Führung der ELW-Gruppe wechselte von Arne Holz zu Benjamin Lauers. Die Brandschutzerziehung unter der Leitung von Meike Walter führte wieder mehrere Veranstaltungen mit Schulklassen durch.
Den Jahresabschluss bildete auch dieses Jahr die Teilnahme am Silvesterlauf des MTV Fichte. Die Feuerwehr sorgte dafür, dass sich niemand verlaufen hat und alle wieder heil im Ziel ankamen. 

Am Jahresende 2018 wies unsere Feuerwehr folgenden Mitgliederstand auf:

  • 81 Aktive Kameradinnen und Kameraden, das sind 6 mehr als im Vorjahr,
  • 15 Kameradinnen und 66 Kameraden,
  • 19 Kameraden der Alters- und Reservegruppe sowie
  • 32 Jugendliche in der Jugendwehr davon 21 Jungen und 11 Mädchen.

Eine sehr schöne Entwicklung, die dem allgemeinen Trend entgegen steht und sicher auch ein Zeichen dafür ist, dass das Team um Jugendwart Julian Potthoff gute Arbeit leistet.

Im vergangenen Jahr zeigte sich die gute Jugendarbeit auch daran, dass es häufiger Anfragen von Jugendlichen mit Einschränkungen gab. Das Thema Inklusion ist auch in der Feuerwehr sehr aktuell. Leider konnte aber auch nicht allen Jugendlichen die Teilnahme am Dienst ermöglicht werden. Eine genaue Prüfung über ärztliche Atteste und auch durch die direkte Rückkopplung mit der FUK Niedersachsen gehen solchen Absagen natürlich immer voraus.

Es gibt ein Ehrenmitglied, außerdem werden wir von 249 fördernden Mitgliedern unterstützt. Es wurde dieses Jahr zum ersten Mal eine Grünkohlwanderung zum Hotel „Heideblüte“ in Ovelgönne durchgeführt. Fast 70 Teilnehmer konnten an diesem Abend begrüßt werden. An dieser Stelle auch noch ein herzliches Dankeschön an das Hotel „Heideblüte“, die die Wanderung mit einer großzügigen Spende unterstützt hat. 

2018 mussten wir zu insgesamt 50 Einsätzen ausrücken, das sind 17 Einsätze mehr als im letzten Jahr. Es waren 23 Brände sowie 27 Technische Hilfeleistungen. Eine deutliche Ursache für die Zunahme ist nicht zu erkennen. Der lange, warme und trockene Sommer hat glücklicherweise nicht zu einer erhöhten Einsatzhäufigkeit geführt. Allerdings hat die Zahl der Einsätze „auslaufende Betriebsstoffe“ zugenommen, und es gab sehr viele kleine Brände oder Entstehungsbrände. Von den 23 Bränden mussten ein außerörtlicher Großbrand im Gemeindegebiet, sechs Mittelbrände, neun  Kleinbrände sowie sechs Entstehungsbrände bekämpft werden. Für die Brandbekämpfungen wurden insgesamt ca. 750 Std. geleistet.  Bei den 27 Technischen Hilfeleistungen wurden insgesamt ca. 680 Std. geleistet.

Erwähnenswerte Einsätze 2018 waren u.a. ein Großbrand in Südwinsen, bei dem ein Totalschaden eines Wohnhauses nicht zu verhindern war, unter anderem weil starker Wind das Feuer immer wieder anfachte. Hier kam auch die neue Hubarbeitsbühne der Feuerwehr Bergen zum Einsatz. Die Aller hat uns häufiger beschäftigt, so musste eine Leiche geborgen werden und nach einem Bootsunfall unterstützen wir die Polizei bei der Suche nach Beweismitteln. Durch Heimrauchmelder konnte teilweise größerer Schaden verhindert werden. Fehlalarme durch diese lebensrettende Technik blieben zum Glück erspart. An Silvester musste eine Einsatzstelle ausgeleuchtet werden, nachdem sich eine Person die Hand durch einen Knallkörper abgesprengt hatte. Im vergangenen Jahr musste die Feuerwehr zu sieben Verkehrsunfällen ausrücken. Im Jahr 2018 ist die traurige Aufgabe erspart geblieben, Tote bergen zu müssen. Insgesamt wurden für die 50 Einsätze  ca. 1430 Std. geleistet. 
Außer bei Einsätzen war unsere Feuerwehr im letzten Jahr auch sonst sehr aktiv, zum Beispiel bei Übungsdiensten im Gruppen- und Zugrahmen, Übungen in der Kreisfeuerwehrbereitschaft, Gefahrgut-Ausbildung, Atemschutzgeräteträger Ausbildung und Dienste der ELW-Gruppe. Achtmal waren Schulklassen und Kindergärten zu Gast im Feuerwehrhaus. Es wurden Ortskommandositzungen, Zugführerbesprechungen und Gemeindekommandositzungen durchgeführt. Die zwei Züge haben insgesamt 1865 Std. Ausbildungsdienst absolviert. Die Atemschutzgruppe unter der Leitung von Christoph Müller hat zusätzlich zum normalen Dienst 288  Std. geleistet. Die Kameraden, die der Kreisbereitschaft angehören, haben unter der Leitung von Volker Sturm 130 Std. Übungsdienst erbracht. Die ELW-Gruppe unter der Leitung von Arne Holz und Benjamin Lauers noch einmal 96 Std. Die Jugendwehr hat 2018 insgesamt  3650 Std. erbracht. (Hierüber gab es noch einen Jahresbericht von Julian Potthoff.)
Insgesamt wurde 8331 Std. von allen Abteilungen der Freiwilligen Feuerwehr Winsen(Aller) 2018 geleistet.

Ulrich Marquardt bedankte sich bei allen Kameradinnen und Kameraden, die dazu beigetragen haben, dass alle Dienste, Veranstaltungen, Lehrgänge sehr positiv verlaufen sind. Dann übergab Ulrich Marquardt das Wort an den Kassenwart Dirk Heinemann, der über den Stand der Finanzen berichtete. Er konnte nur Positives berichten. Dirk Heinemann wies die fördernden Mitglieder nochmals darauf hin, dass sie ihm einen eventuellen Bankenwechsel mitteilen, um Rücklastschriften zu vermeiden. Der Kassenprüfer Rainer Völz berichtete von einer ordnungsgemäßen Führung der Finanzen, und so wurde einstimmig die Entlastung des Kommandos erteilt. Danach ging es zur Neuwahl eines neuen Kassenprüfers, denn turnusgemäß musste ein neuer Kassenprüfer gewählt werden. Vorgeschlagen wurden Jörg Iffländer und Willi Kulle. Willi Kulle wurde mit Stimmenmehrheit gewählt.

Nach der Wahl des Kassenprüfers wurde dem Jugendwart Julian Potthoff das Wort erteilt. Er berichtete über ein sehr bewegtes Jahr 2018. Die Jugendfeuerwehr besteht zurzeit aus insgesamt 32 Mitgliedern, elf weibliche und 21 männliche Jugendliche haben sich über das Jahr hinweg zu 31 Diensten und Veranstaltungen getroffen, für die insgesamt 3696 Stunden geleistet wurden. Ein Highlight war das Landeszeltlager im Harz vom 30.06.-07.07., an dem die Winser Jugendfeuerwehr nach vielen Jahren endlich wieder teilnahm. Ein weiteres Highlight war der Jugendfeuerwehrtag am 22.09.
Man verbrachte den Tag am Feuerwehrhaus, spielte gemeinsam, machte Sport, ging Schwimmen und aß gemeinsam. Dazu gab es Ausbildung in Theorie und Praxis. Wie auch im letzten Jahr wurde man ständig dabei unterbrochen, um zu simulierten „Notlagen“ auszurücken. Für die „Alarmierung“ hatte Frank Büchle ein Alarmtableau mit Sprach- und Tonausgabe programmiert, ähnlich wie man es von Berufsfeuerwehren kennt. Vielen Dank nochmal dafür!

Seit langer Zeit wurde eine Umweltaktion (03.11.) durchgeführt. Jeder weiß, wie vermüllt der Kalker oftmals ist, und wir finden: Das muss nicht sein!  Der Jugendwart hat Kontakt zum Angelsportverein gesucht und bei perfektem Wetter eine Müllsammelaktion gestartet. Potthoff berichtete noch von vielen weiteren Aktionen, leider können hier nicht alle aufgezählt werden, denn das würde den Rahmen sprengen. Nachdem der Jugendwart seinen Bericht beendet hatte, übergab Marquardt das Wort an den Bürgermeister Herrn Oelmann. Dieser war während der Veranstaltung als 250. förderndes Mitglied eingetreten und überbrachte Grüße von Rat und Gemeinde.

Burkhard Rüpke, 2. Vorsitzender DRK Winsen Aller, berichtet kurz über die aktuelle Situation des DRK. Auch der  Gemeindebrandmeister Oliver Hermann berichtete über die positive Entwicklung der Feuerwehr in der Gemeinde. Er bedankte sich nicht nur bei Rat und Verwaltung sondern auch beim Gemeindekommando für dessen Unterstützung. Sie haben immer alle tatkräftig zur Seite gestanden. Ein Dank geht auch an diejenigen, die stets der jeweiligen Ortsfeuerwehr helfend unter die Arme gegriffen haben und keine Kosten und Mühen gescheut haben.

Dann übernahm der Ortsbrandmeister wieder das Wort und berichtete darüber, dass im  Jahr 2018  erfreulicherweise wieder über  Übernahmen und  Neuaufnahmen:    

  1. Stefanie Dittmar ist eine Quereinsteigerin und hat bereits im Herbst an der TrM I teilgenommen, sie ist erfreulicherweise mal wieder ein Neuzugang der schon über etwas mehr Lebenserfahrung verfügt 
  2. Larissa Dittmar, die Tochter von Stefanie. Sie hat ihre Mutter vermutlich überzeugt, auch einzutreten!
  3. Veronika Priebe ist auch in diesem Jahr neu zu gestoßen.

Aus der Jugendfeuerwehr konnten wir dieses Jahr, mit dem Bestehen der TrM I-Prüfung übernehmen:

  1. Kevin Kuklinski
  2. Gina Brüggemann komplettiert jetzt die Brüggemann-Familie

Übernahme aus einer anderen Feuerwehr
Jörg Iffländer ist aus Wallstawe in Sachsen-Anhalt zu uns gekommen. Die älteren Kameraden kennen Jörg allerdings schon, da er 1973 seine Feuerwehrkarriere hier in Winsen begonnen hat! Nach einigen Jahren in Sachsen-Anhalt wird er uns nun noch einige Jahre unterstützen!

Auch Beförderungen standen an:

  • Feuerwehrmann/frau:
    Timo Woznica, Kevin Kuklinski, Ramona Kuske
  • Oberfeuerwehrmann/frau:    
    Paul Becker, Philipp Seel
  • Hauptfeuerwehrmann:
    Marcel Fehlhaber, Matthias Winkelmann
  • Löschmeister: 
    Michael Bartels, Julian Potthoff, Christian Ludwig

Ehrungen

  • 25-jährige Mitgliedschaft:
    Andreas Sturm
  • 40-jährige Mitgliedschaft:
    Uwe Ludwig, Willi Lucan
  • 40-jährige Mitgliedschaft außer Dienst:
    Wolfgang Frühauf
  • 60-jährige Mitgliedschaft außer Dienst:
    Erwin Junkereit

Nachdem alle Tagesordnungspunkte abgearbeitet waren, folgte der letzte Punkt: Verschiedenes. Abermals ergriff Ortsbrandmeister Ulrich Marquardt das Wort: 
Die Feuerwehr Winsen wird in diesem Jahr 140 Jahre alt. Das ist kein Jubiläum aber ein stolzer Geburtstag! Und den wollen wir nicht nur alleine feiern! Im Sommer planen wir einen Leistungsmarsch, der sich aber nicht nur an Feuerwehrgruppen richtet! Wir wollen mit den anderen Vereinen, Verbänden, Organisationen, Firmen, Behörden, Freundeskreisen, usw. einen tollen Tag verbringen. Auf dem Marsch eine Menge Spaß haben und anschließend ein wenig feiern! Genaue Informationen und Einladungen werden wir rechtzeitig bekanntgeben! 
Als Datum können Sie schon mal den 22.06.2019 notieren. Und am 05.10.2019 wollen wir den Geburtstag dann noch mit einer Geburtstagsparty würdig feiern.

In diesem Jahr steht die Lieferung unseres neuen RTB II an und ein neuer MTW steht bereits draußen vor der Tür. 

Zum Abschluss bedankte sich Ulrich Marquardt nochmal bei allen Kameradinnen und Kameraden für die geleistete Arbeit und die gute Kameradschaft. Ohne dieses Engagement wären er und auch das Kommando völlig aufgeschmissen! Er freue sich darauf, auch im Jahr 2019 ein interessantes Feuerwehrjahr erleben zu dürfen. Für die sehr gute Zusammenarbeit mit der DRK-Bereitschaft bedankte er sich ebenfalls ganz herzlich. Leider wird es das letzte Mal sein, dass dieser Dank ausgesprochen werden kann. Denn wie bereits bekannt ist, musste die Bereitschaft leider aus personellen Gründen den Einsatzbetrieb einstellen. Marquardt hofft sehr für das DRK und damit natürlich auch für die Feuerwehr, dass schnell neue Kameraden gefunden werden und man wieder gemeinsam für die Winser Bürger da ist. Diesen Dank gab er in gleicher Art und Weise an die Mitarbeiter der Rettungswache und der Polizeistation weiter. Auch hier fand die Zusammenarbeit im vergangenen Jahr vorbildlich statt und ist als sehr angenehm zu bezeichnen.

Sein Dank ging auch an Rat und Verwaltung der Gemeinde Winsen sowie an den Gemeindebrandmeister und seinen Stellvertreter für die gute Zusammenarbeit. Ein besonderer Dank geht wieder an das Team vom Schützenheim, das unter Leitung von Annegret Bockelmann alle wieder ganz hervorragend versorgt hat.