Frühzeitige öffentliche Auslegung der 42. Änderung des Flächennutzungsplanes der Gemeinde Winsen (Aller)

Die nachfolgende Bekanntmachung erfolgt nach den Bestimmungen des Baugesetzbuches (BauGB) in der zurzeit gültigen Fassung.

Beschluss zur öffentlichen Auslegung
Der Verwaltungsausschuss der Gemeinde Winsen (Aller) hat am 23.06.2020 die Aufstellung der 42. Änderung des Flächennutzungsplanes der Gemeinde Winsen (Aller) beschlossen. Des Weiteren hat der Verwaltungsausschuss in seiner Sitzung am 23.06.2020 den Vorentwurf der 42. Änderung des Flächennutzungsplanes gebilligt und der frühzeitigen Beteiligung der Öffentlichkeit gem. § 3 Abs. 1 BauGB zugestimmt.

Geltungsbereich:
Die 42. Flächennutzungsplanänderung liegt im südlichen Siedlungsbereich von Winsen
(Aller), zwischen der Landesstraße 180 und der Aller. Die südliche Grenze des Änderungsbereichs  bildet  die  Wegeparzelle  „Allerdamm“,  westlich  schließt  das  Gewerbegebiet  Taube Bünte, östlich der bestehende Bauhof an.
Der Geltungsbereich ist im folgenden Kartenausschnitt unmaßstäblich dargestellt.



Ziel und Zweck der Planung:
Anlass für die 42. Änderung des Flächennutzungsplans der Gemeinde Winsen (Aller)
ist  die  geplante  Erweiterung  des  Bauhofes  um  Flächen  für  die  Lagerung  von  Grünschnitt / Laubsammelplatz.  Die  Lagerfläche  wird  im  Zuge  dieser  42.  Flächennutzungsplanänderung durch  die  Darstellung  eines Sonstigen Sondergebiets mit der Zweckbestimmung „Bauhof“ planungsrechtlich vorbereitet.  

Gemäß § 3 Abs. 1 BauGB wird der Vorentwurf der 42. Änderung des Flächennutzungsplanes der Gemeinde Winsen (Aller), die dazugehörige Begründung mit Umweltbericht

vom 10.07.2020 bis einschließlich 11.08.2020                  

im Flur des Niefindthauses, Am Amtshof 7, Fachdienst II.2 Gemeindeplanung und Tiefbau, 29308 Winsen (Aller), während der Sprechzeiten

Montag, Mittwoch und Freitag       8.30 Uhr - 12.00 Uhr
Dienstag                                      8.30 Uhr - 12.00 Uhr und 14.00 Uhr - 16.00 Uhr
Donnerstag                                  8.30 Uhr - 12.00 Uhr und 14.00 Uhr - 18.00 Uhr

öffentlich ausgelegt. Der Zutritt zum Niefindthaus erfolgt zurzeit nur über das Rathaus. Bitte melden Sie sich an der Information des Rathauses (Am Amtshof 5) bei Frau Horrix. Frau Horrix wird eine/n Mitarbeiter/in des Niefindthauses anrufen, die/der Sie in Empfang nimmt. Bitte betreten Sie das Bauamt nur mit Mundschutz und frisch desinfizierten Händen. Desinfektionsmittel steht im Eingangsbereich des Niefindthauses für Sie bereit. Sollten Sie keinen Mundschutz besitzen, kann dieser käuflich bei Frau Horrix für 3,00 € erworben werden.

Es besteht auch die Möglichkeit einen Termin außerhalb der Öffnungszeiten für die Einsichtnahme zu vereinbaren. Auskunft erteilt Herr Lohmann, Am Amtshof 7, Zimmer 0.02, Tel.: 05143/9888-95.

Während der Auslegungsfrist können Stellungnahmen auch gerne per E-Mail an gemeindeplanung(at)winsen-aller.de abgegeben werden.

Internetveröffentlichung:
Der Inhalt der ortsüblichen Bekanntmachung sowie die auszulegenden Unterlagen werden zusätzlich auf der Homepage der Gemeinde Winsen (Aller) veröffentlicht und sind über ein zentrales Internetportal des Landes zugänglich.
Der Vorentwurf der Flächennutzungsplanänderung, die Begründung mit Umweltbericht können von jedermann eingesehen werden. Stellungnahmen können während der Auslegungsfrist schriftlich oder während der Sprechzeiten zur Niederschrift abgegeben werden. Auch interessierte Kinder und Jugendliche sind aufgefordert, sich zu den Planungen zu äußern. Durch die Abgabe Ihrer Stellungnahme stimmen Sie der Speicherung Ihrer personenbezogenen Daten zu.
Es wird darauf hingewiesen, dass nicht fristgerecht abgegebene Stellungnahmen bei der Beschlussfassung über den Bauleitplan unberücksichtigt bleiben können.

Umweltbezogene Informationen

Folgende Arten umweltbezogener Informationen sind bisher verfügbar:

Umweltbelange:
Zur Berücksichtigung der Belange des Umweltschutzes nach § 1 Abs. 6 Nr. 7
BauGB und § 1a BauGB wird eine Umweltprüfung durchgeführt. Die voraussichtlichen
erheblichen Umweltauswirkungen werden ermittelt und in einem Umweltbericht
nach der Anlage zum BauGB beschrieben und bewertet. Bisher liegt der Begründung zum Vorentwurf der 42. Änderung des Flächennutzungsplanes der Gemeinde Winsen (Aller) ein Entwurf des Umweltberichtes bei, der im Laufe des Bauleitplanverfahrens ergänzt wird.
Im Entwurf des Umweltberichtes wurden folgende Belange des Umweltschutzes berücksichtigt:

•    Tiere, Pflanzen und biologische Vielfalt: Innerhalb  des  Plangebietes  kann  ein  Vorkommen  von  Bodenbrütern  nicht  vollständig ausgeschlossen  werden.  Aufgrund  der  siedlungsnahen  Lagen  und  der  teils  lärmintensiven Nutzung  der  benachbarten  Flächen  ist  das  Potenzial  des  Habitats  jedoch  als  eher  gering einzuschätzen. Bäume und Gebäude sind im Plangebiet nicht vorhanden, ein Vorkommen von Gehölz- und Höhlenbrütern sowie Fledermäuse kann daher ausgeschlossen werden.
•    Fläche und Boden: Der Änderungsbereich umfasst eine Fläche von rund 6.500 m², die als Ackerfläche genutzt wird bzw. sich aktuell als Offenbodenfläche / Ruderalfläche darstellt.
•    Wasser: Der mengenmäßige Zustand des Grundwassers wird als gut bewertet. Der  gesamte  chemische  Zustand  des  Grundwassers  im  Plangebiet  wird  als  schlecht eingestuft.  Das  Plangebiet  liegt  im  Bereich  des  Grundwasserkörpers  „Örtze  Lockergestein rechts“.  Wasserschutzgebiete  sind  im  Plangebiet  und  der  näheren  Umgebung  nicht  ausgewiesen. Südlich grenzt eine ÜSG-Verordnungsfläche an das Plangebiet an (Nr. 167, Unteraller (Celle – Thören)). Weiterhin  liegt  eine  kleinräumige  Überschneidung  des  Plangebiets  mit  einem vorläufig gesicherten Überschwemmungsgebiet.
•    Klima und Luft: Im  Rahmen  des  Klimawandels  werden  u.a.  eine  Erhöhung  der  Durchschnittstemperaturen und eine Zunahme von klimatischen Extremereignissen (z.B. Starkregen, Starkwinde) prognostiziert. Wie sich die Bedingungen im Änderungsgebiet selbst verändern werden, ist nicht zumutbar bzw. belastbar zu prognostizieren.
•    Landschaft: Das Landschaftsbild des Änderungsbereichs durch die ackerbauliche Nutzung geprägt und besitzt daher keine landschaftsbildrelevanten Strukturen.  
•    Mensch: Der  Änderungsbereich  umfasst  eine  landwirtschaftliche  Nutzfläche  und  unterliegt  daher keiner Erholungs- oder Freizeitnutzung.
•    Sachgüter/Kulturgüter: Kulturgüter  sind  für  den  Änderungsbereich  nicht  bekannt.  Zu  den  Sachgütern  zählt  die landwirtschaftliche Nutzfläche des Plangebietes.
•    Wechselwirkungen zwischen den Umweltschutzgütern: Zwischen den einzelnen Umweltschutzgütern bestehen umfangreiche funktionale Wechselwirkungen. So bedingen z.B. die Boden- und Klimaverhältnisse sowie die menschliche Nutzung  die  Ausprägung  der  Vegetation,  diese  wiederum  prägt  stark  die  Eignung  als  Tier-Lebensraum sowie die landschaftliche Eigenart und Erholungseignung.

Kampfmittel:
Eine Luftbildauswertung wurde beim Landesamt für Geoinformation und Landentwicklung Niedersachsen(LGLN) bereits beantragt.

Altablagerung:
Im westlichen Bereich des Änderungsbereichs befindet sich laut Bebauungsplan Winsen (Aller) Nr. 37 „Taube Bünte“ die Altablagerung Winsen „Allerstraße“ Erfassungsnummer 351 024 407.

Gemeinde Winsen (Aller), den 24.06.2020
Der Bürgermeister

 

Dirk Oelmann