Archivierte Berichte

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Winser Sternsinger sammelten 1466,50 € für Kinder in Not

Segen bringen * Segen sein
Respekt für dich, für mich, für andere – in Bolivien und weltweit

Das „Sternsingen“ ist als immaterielles Kulturerbe der Deutschen UNESCO-Kommission aufgenommen worden. „Es erfüllt uns mit großem Stolz, dass das Sternsingen als kulturelle Ausdrucksform anerkannt worden ist“, freut sich der Präsident des Kindermissionswerks „Die Sternsinger“. Als Hilfswerk tragen wir mit der Aktion Dreikönigssingen seit 1959 dazu bei, dass der Brauch Jahr für Jahr überall in Deutschland mit Leben gefüllt wird. Mit der Anerkennung dürfen sich die zahllosen Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen geehrt fühlen, die bei den zurückliegenden 57 Aktionen zum Erhalt des Brauchtums beigetragen haben. All diese großen und kleinen Könige haben den christlichen Segen zu zahllosen Menschen gebracht und sind zugleich zu einem Segen für benachteiligte Kinder in aller Welt geworden. Das Sternsingen ist tatsächlich ein lebendiges Brauchtum für eine bessere Welt.“

Jedes Jahr wird ein anderes Land ausgewählt, stellvertretend für viele Länder weltweit, in denen das Kindermissionswerk mit weit über 2000 Projekten Kinder und Jugendliche jährlich fördert. Dieses Mal dient Bolivien als Beispielland, wo besonders Menschen indigener Herkunft benachteiligt sind.

In seiner Botschaft zum Amerikagipfel im April 2015 wies Papst Franziskus auf das Problem hin, dass gerade Menschen mit indigenem Hintergrund in ihren Heimatländern diskriminiert und marginalisiert werden und ihnen so der allen Menschen zustehende Respekt verweigert wird. Für diese Menschen erhebt Franziskus seine Stimme und fordert – wie auch jetzt die Sternsingeraktion – „eine echte Verteidigung dieser Menschen gegen Rassismus, Fremdenfeindlichkeit und Intoleranz“ und den notwendigen Respekt.  

Den Segen anschreiben, das gehört zu den beliebtesten Aufgaben beim Sternsingen. Meistens mit weißer Kreide und in schön geschwungenen Buchstaben. Der Segen, den die Sternsinger bringen, ist vielen Menschen wichtig – auch den Menschen in Winsen.

So besuchten zwei Sternsingergruppen aus unserer Kirchengemeinde bei winterlichem Schneewetter 35 Familien in unserem Ort – freundlich aufgenommen wurden wir auch bei den Kindern und Mitarbeiterinnen in den Kindertagesstätten Allerstraße und Kleines Neues Land und im Rathaus.    

Christus Mansionem Benedicat, C + M + B: Christus segne dieses Haus. Das schreiben die Sternsinger mit gesegneter Kreide an die Türen der Häuser der Menschen, zu denen sie kommen. Wobei mit dem lateinischen Wort mansio nicht das Gebäude an sich, sondern die Bewohner gemeint sind: Christus segne diese Hausgemeinschaft. Wenn die Sternsinger den Segen bringen, werden sie zu Botschaftern der Liebe Gottes zu allen Menschen. Sie machen deutlich: Die Bewohner des Hauses stehen unter Gottes Segen.      

So danke ich Ihnen im Namen aller Sternsinger/innen und Betreuerinnen aus der Hl Kreuz Kirche von ganzem Herzen für Ihre großzügige Spendenbereitschaft. Insgesamt sammelten unsere Kinder und Jugendlichen den stolzen Betrag von 1466,50 EURO, die nun Gleichaltrigen in aller Welt zugutekommen.  

Renate Laffin