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Tag der Kreisfeuerwehr in Faßberg

Landrat Klaus Wiswe bestärkt die Ortsfeuerwehren in Ihren Bemühungen zur Integration ausländischer Mitbürger und bei der Nachwuchsgewinnung

Celle (lkc). Landrat Klaus Wiswe nutzte den „Tag der Kreisfeuerwehr" in Faßberg, um auf die neue Notunterkunft in Scheuen und die Herausforderungen im Zusammenhang mit der Aufnahme der vielen Tausend in Deutschland ankommenden Flüchtlinge einzugehen. Er appellierte an die Verantwortlichen auf allen staatlichen und kommunalen Ebenen, dabei aber auch Ängste und Vorbehalte der Menschen ernst zu nehmen. Die Bereitschaft, Flüchtlinge in echter Not aufzunehmen und ihnen zu helfen, sei sehr groß.

„Wenn wir aber diejenigen, die sich fragen, was das für unsere Gesellschaft bedeutet und ob wir uns diese gewaltige Hilfeleistung auf Dauer leisten können, gleich in die rechtsradikale Ecke packen, dann spalten wir unsere Gesellschaft und das sollten wir vermeiden" so der Landrat. Feuerwehren und Hilfsorganisationen könnten einen wertvollen Beitrag zur Integration ausländischen Mitbürger und nebenbei auch zur Aufrechterhaltung ihrer eigenen Einsatzbereitschaft leisten. Denn gerade kleinere Ortsfeuerwehren, so Wiswe, seien bei der Gewährleistung des Brandschutzes immer häufiger vor Probleme gestellt.

So hätte beispielsweise in Meißendorf zeitweise die „Gefahr" bestanden, Einwohner für die Aufrechterhaltung der Einsatzbereitschaft verpflichten zu müssen. Doch durch große Anstrengungen der Gemeindefeuerwehr, unterstützt durch die Imagekampagne des Landesfeuerwehrverbandes und des Innenministeriums mit dem Slogan „Stell dir vor, es brennt und keiner löscht", sei es gelungen, für die diesjährige Grundausbildung, die sogenannte „Truppmann 1-Ausbildung", ungefähr 30 Bürgerinnen und Bürger zu gewinnen, sodass der Fortbestand der Wehren in der Gemeinde Winsen vorerst gesichert ist.

In seiner Rede vor den Führungskräften der Feuerwehren aus dem gesamten Landkreis ging Wiswe am Vormittag auf die Änderungen ein, die mit dem „Tag der Kreisfeuerwehr" erstmalig umgesetzt wurden. So wurde die „Große Dienstversammlung", die bisher im November stattfand, dem öffentlichen, repräsentativen Teil vorangestellt. Die Neuerungen seien auch auf ausdrücklichen Wunsch der Kreisfeuerwehr eingeführt worden. Dieser Tag, so Wiswe, sei ein wertvoller Beitrag zur öffentlichen Darstellung des Freiwilligen Feuerwehrwesens im Landkreis Celle. Er wolle deshalb an ihm festhalten.

An die Versammlung schlossen sich am Nachmittag die feierliche Aufnahme neuer Feuerwehranwärter, die Beförderung verdienter Feuerwehrleute, die Abnahme der Jugendflamme der Jugendfeuerwehr und eine Fahrzeug- und Geräteschau der Gemeinde- und Ortsfeuerwehren des Landkreises an. Zu Beginn der Versammlung hatte Landrat Wiswe Abschnittsbrandmeister Volker Prüsse (Hermannsburg) zum Kreisbrandmeister befördert. Offiziell hatte Prüsse das Amt des Kreisbrandmeisters bereits am 1. Juli von seinem Vorgänger Dirk Heindorff (Altencelle) übernommen.