Archivierte Berichte

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Projekt "Hand in Hand in Winsen (Aller)"

Ein Projekt zum partnerschaftlichen und interkulturellen Miteinander

Durch einen Artikel in der Celleschen Zeitung bin ich auf „Hand in Hand“ in Winsen aufmerksam geworden.

Schon bei meinem ersten Treffen war mir klar, dass es hier sinnvoll ist, meine Hilfe anzubieten.

Karina Ibrahimova als Integrationsbeauftragte der Gemeinde Winsen hat mir dann die Patenschaft für 4 junge Männer, die aus Syrien als Kriegsflüchtlinge nach Winsen gekommen waren, angeboten.

Wir haben die „Zweckwohngemeinschaft“ dann zusammen besucht, damit ich die 4 Syrer kennenlernen konnte.

Heute bin ich seit ungefähr 5 Wochen Patin für diese vier jungen Asylanten und mir macht die Betreuung der vier immer wieder sehr viel Freude.

Am Anfang war die Verständigung natürlich ein sehr großes Problem, da die vier Paten ausschließlich arabisch sprechen und schreiben konnten. Erstaunlicherweise geht es mit dem Erlernen der deutschen Sprache (und der deutschen Schrift!) sehr gut voran und mittlerweile klappt es sehr gut mit der Verständigung. Falls es mal gar nicht funktioniert, haben wir guten Kontakt zu einem Sudanesen, der arabisch aber auch englisch spricht, das hilft dann im Notfall.

Ich versuche, zwei- bis dreimal in der Woche ein paar Stunden mit den Paten zu verbringen.

Wir trinken dann gemeinsam Kaffee und lernen deutsch. In der letzten Woche haben wir zusammen eine Partie „Mensch ärgere dich nicht“ und „UNO“ gespielt. Wir hatten dabei eine Menge Spaß.

Außerdem habe ich Bildbände aus Berlin, und anderen deutschen Städten mitgenommen, da haben wir dann gemeinsam Bilder angesehen und die Paten haben dabei ein wenig von Deutschland kennengelernt.

Heute sind wir gemeinsam in Celle gewesen und haben das Bomann-Museum, die Stadtkirche und den Weihnachtsmarkt angesehen.

Es ist schön zu beobachten, wie begeistert sie von ihrer neuen“ Heimat“ sind und wie aufgeschlossen sie alles Neue annehmen.

Ich bin begeistert, wie gut alles in der Gemeinde Winsen für die Asylanten organisiert ist. Sie haben fünfmal in der Woche die Möglichkeit, am Deutsch-Unterricht teilzunehmen und in Karina Ibrahimova immer eine Ansprechpartnerin. Für mich ist es eine gute Erfahrung diese Arbeit zu machen und sie gibt mir das gute Gefühl, helfen zu können.

Heike Gralher-Kresse aus Sülze