Archivierte Berichte

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Meißendorf hat eine neue Königin

Jennifer Geyer auf dem Heideblütenfest vor 1500 Zuschauern feierlich gekrönt

Wenn das Heideblütenfest gefeiert wird, ist Meißendorf immer für eine Überraschung gut. Wer’s nicht glaubt, konnte sich auch dieses Mal davon überzeugen, als die Wahl einer neuen Heidekönigin anstand. Elf Kandidatinnen gingen plötzlich ins Rennen, viele ganz spontan – und eine, die sich noch ganz zum Schluss gemeldet hatte, wurde zu ihrer großen Freude gewählt: Jennifer Geyer heißt die neue Majestät. Sie ist 22 Jahre alt, wohnt in Wolthausen und arbeitet als Erzieherin in Meißendorf. Erste Hofdame wurde Kira Dörr, zweite Ann-Kathrin Biermann.

Am Sonntag, als die Strapazen vom großen Festball und dem Wettkampf um die Königswürde kaum überwunden waren, führte Nina Berg, die Heidekönigin des Jahres 2014, am letzten Tag ihrer Amtszeit einen großen Umzug zur Krönungsfläche in die Heide. Dort verfolgten etwa 1500 Zuschauer, wie sich der alte Hofstaat verabschiedete und die neuen Regentinnen in ihr Amt eingeführt wurden. Dabei assistierte Hans-Christian Biallas, der als Präsident der Klosterkammer die Schirmherrschaft für das 52. Meißendorfer Heideblütenfest übernommen hatte und sich tief beeindruckt zeigte von Gemeinschaftsgeist der Meißendorfer. Sie leisteten vorbildliche Arbeit bei der Vorbereitung und Durchführung des Festes, sagte Biallas. Diese Einschätzung teilten auch die vielen Ehrengäste, die sich bei der Krönung zu Wort meldeten oder das Gespräch mit den Gastgebern suchten: die Bundestagsabgeordneten Kirsten Lühmann und Henning Otte genauso wie die Landtagsabgeordneten Ernst-Ingolf Angermann und Maximilian Schmidt. Auch der Dehoga-Kreisvorsitzende Benno Eisermann war voll des Lobes über das gelungene Fest in Meißendorf.

Weil Nina Berg und ihre Hofdamen während ihrer Regentschaft viel im Lande unterwegs waren, um für die Südheide zu werben, lernten sie in den vergangenen zwölf Monaten auch andere Regentinnen kennen. Zwei ihrer „Kolleginnen“ fanden sich in Meißendorf ein: das Friedeburger Burgfräulein aus der Nähe von Wilhelmshaven und die Kirschblütenkönigin aus Golmbach im Weserbergland.

Vier Musikzüge traten während der Krönung auf und begleiteten den Umzug durch das festlich dekorierte Dorf. Der Meißendorfer Fanfarenzug und die Meißendorfer Jagdhornbläser hatten an diesem Sonntag Verstärkung durch den Fanfanrenzug Thönse und den Fanfarenzug Laatzen. Doch nicht nur die Musik prägte den Umzug. 22 Festwagen, alle liebevoll mit Heidekraut und Blumen dekoriert, rollten zur Heidefläche am Rande des Truppenübungsplatzes. Wo eine Schäferin mit prächtigen Heidschnucken die Gäste aus Nah und Fern empfing.

Übrigens muss der Dorfgemeinschaft nicht bange sein, wenn es um die Zukunft des Heideblütenfestes geht. Auch bei der Wahl der Kindermajestät war die Beteiligung gut. Als Siegerin ging dieses Mal Ida Oelmann aus dem Rennen, ihr zur Seite stehen als Hofdamen Anna Becker und Eileen Lindhorst. Cian Hendess sicherte sich den neu geschaffenen Titel des Kinderheidekönigs.

Drei Tage lang hat Meißendorf in schöner Harmonie gefeiert und allen Besuchern des Heideblütenfestes ein tolles Programm geboten. Wie beliebt die Veranstaltung ist, zeigte sich nicht nur am Sonnabend bei sehr gut gefüllten Festzelt, sondern auch am Sonntagnachmittag, als Hunderte auf den Platz neben dem Dorfgemeinschaftshaus strömten und Meißendorf ein echtes Volksfest erlebte. Dazu gehörte auch dieses Mal ein Heidemarkt am Meißeufer, der sich trotz enormer Hitze wachsender Beliebtheit erfreute.

Insgesamt blicken wir auf ein tolles und gelungenes Fest zurück, heißt es inzwischen bei den Organisatoren: „Besuch und Stimmung waren super, und der Kuchen bei der traditionellen Kaffeetafel fand auch großen Anklang.“