Archivierte Berichte

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Hafenstadt Meißendorf

Einmal im Jahr wird Meißendorf zur Hafenstadt. Immer am dritten Sonntag im Februar sieht man vor dem geistigen Auge die großen Pötte über die Meiße kommen, hört Nebelhörner und Schiffssirenen, riecht salzige Meeresbrise und verspürt Fernweh nach der großen weiten Welt. 

Woran das liegt? An den blauen Jungs vom Shantychor Meißendorf (begleitet am Schifferklavier von zwei spielfreudigen Mädels), die ihr alljährliches Konzert mit Frühschoppen präsentieren. Und im Laufe der Jahre ist aus dem Geheimtipp ein Ausflugsevent geworden, das die Aufnahmekapazität im Dorfgemeinschaftshaus an ihre Grenzen bringt. Bis auf den letzten Sitzplatz gefüllt und teilweise auch stehend wurden die Lieder über Schiffe, Meer, Liebe im Hafen und was das Matrosenherz sonst noch höher schlagen lässt, verfolgt, mitgeschunkelt und mitgesungen. Garniert mit kleinen Anekdoten und deftigen Witzen zwischen den einzelnen Shantys wurde über drei Stunden ein Programm serviert, was sich hören lassen konnte und die vielen Gäste mitgerissen hat. Dazu gab es ein zünftiges Frühstück, das viele fleißige HelferInnen vorbereitet hatten, wo auch Fischbrötchen nicht fehlen durften.

Ein rundum gelungenes Ereignis, dass Gäste und auch den Shantychor selbst sehr zufrieden gestimmt hat. Und da dieses Ereignis auch noch ohne Eintritt zum Besten gegeben wurde, war es mir eine große Freude, dem Shantychor auf andere Art und Weise eine Überraschung zu bereiten. So konnte ich zum Einen die frohe Botschaft überbringen, dass in der nächsten Woche ein Zuwendungsbescheid über 1.000 € ins Haus flattern wird, mit dem der Förderfond der Familie Lindhorst den Kauf einer neuen Musikanlage unterstützen wird und zum anderen gibt es eine Einladung der SPD-Bundestagsabgeordneten Kirsten Lühmann an den Shantychor Meißendorf für eine dreitägige Reise nach Berlin (das ist zwar keine Hafenstadt, aber der Chor freut sich trotzdem sehr auf diese Reise). Schön, dass man so auch einmal eine Anerkennung für das rund zwanzigjährige Wirken dieses Vereins aussprechen kann.

Und wer der Meinung ist, dass ihm ein Matrosenanzug steht, dazu noch die Lieder von Wind und Wellen mag und die raue Geselligkeit in einem Shantychor mag, der ist bei den Meißendorfern herzlich willkommen, denn neue Sänger werden immer gesucht. Kontakt gibt es über den Tennisverein Meißendorf, von dem der Shantychor eine Untersparte ist (das ist kein Scherz!). Und wenn Sie am dritten Sonntag im Februar 2020 noch nichts vorhaben, dann machen Sie sich schon einmal ein Zeichen in Ihren Kalender und seien Sie zeitig im DGH Meißendorf, damit Sie noch einen Platz bekommen.  

Dirk Oelmann 
Bürgermeister