Archivierte Berichte

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Gemeinde goes green

Gleich am Anfang entschuldige ich mich für die Überschrift, aber die Möglichkeit mit den drei „G´s“ war einfach zu verlockend. Heute möchte ich Sie ein wenig über den Umweltschutz in unserer Gemeinde informieren. Schon vor einigen Wochen  konnten wir vermelden, dass unsere Aktion mit Streuobst- und Blühwiesen in Stedden begonnen hat und nun sind die Projekte in Meißendorf, Thören, Bannetze und am Winser Sportpark auch bereits in der finalen Planung. Schön, dass sich der Umweltgedanke in unserer Bevölkerung immer mehr Raum verschafft und die Bewegung „Fridays for future“ etwas in Gang gesetzt hat, was hoffentlich nicht mehr aufzuhalten ist. So war die durch die Winser Oberschule organisierte Demonstration Anfang Mai ein wichtiges Zeichen dafür, dass ein Umdenken stattfinden muss, wenn wir unsere Erde auch noch weiter in der uns bekannten Form erleben wollen. Mittlerweile kann man die Missstände nicht mehr wegdiskutieren oder als einmalige Phänomene herunterspielen, dafür knirscht und kracht es an viel zu vielen Ecken und Enden. Oftmals ist es nur unsere eigene Bequemlichkeit, die wir einmal überdenken müssen, um etwas Konkretes für die Umwelt zu tun.

So hat sich z. B. der Winser Gemeinderat dazu entschlossen, ab Juni 2019 gänzlich ohne Papier zu arbeiten. Für Sitzungsunterlagen wurden in den letzten Jahren im Durchschnitt rund 60.000 Seiten Papier bedruckt und verschickt, was Kosten pro Jahr in Höhe von über 6.000 € verursacht hat. Nun wurden für alle Ratsmitglieder iPads angeschafft und der Beschluss gefasst, zukünftig alles nur noch digital zu versenden. Die Anschaffungskosten von knapp 20.000 € werden sich in drei Jahren amortisiert haben, so dass neben der enormen Papier- und Arbeitsersparnis auch noch eine finanzielle Einsparung zu verzeichnen ist, da die iPads erfahrungsgemäß eine Lebensdauer von sechs Jahren haben.

Dieses Projekt ist keine Eintagsfliege, denn mittlerweile haben wir z. B. durch die Erneuerung von Gebäudetechnik in gemeindeeigenen Immobilien und der Umstellung der Straßenbeleuchtung auf LED nennenswerte Einsparungen zu verzeichnen, die in fast allen Fällen nicht nur eine Energie- und somit Kostenersparnis erzeugen, sondern langfristig nach Abzug der Investitionskosten unterm Strich bares Geld bringen. Diese Projekte haben, da muss man keinen Hehl draus machen, sicherlich zum Teil auch die Verschuldung der Gemeinde negativ beeinflusst, aber es sind Investitionen in eine positive Zukunft, die wir den nächsten Generationen schuldig sind. Und wenn wir dann auch noch feststellen, dass wir langfristig Geld und Ressourcen eingespart haben, dann gibt es keine Entscheidungen, die sinnvoller waren als diese.

Dirk Oelmann 
Bürgermeister