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Die Kröten wandern wieder – NABU setzt Schutzzäune

Wenn das Wetter milder wird, setzt die Frühlingswanderung der Amphibien ein. Sobald nämlich die Temperaturen dauerhaft über dem Gefrierpunkt liegen, verlassen Kröten, Frösche und Molche ihre Winterquartiere, um ihre Laichgewässer zu erreichen. Dafür müssen die Tiere oftmals stark befahrene Straßen überqueren.

Bereits bei einer Verkehrsdichte von 60 Kraftfahrzeugen pro Stunde können bis zu 90 Prozent eines Erdkrötenbestandes vernichtet werden. Grund genug für die Gruppe Winsen des Naturschutzbundes Deutschland, alljährlich Schutzzäune zu errichten, um diese Katastrophe zu verhindern.

„Krötenzäune bestehen aus etwa 50 Zentimeter hohen Kunststoffbahnen, die wandernde Amphibien an der Überquerung der Straße hindern“, erläuterte Rainer Wauer, Vorsitzender der NABU-Gruppe. Das Hindernis versuchen die Tiere zu umgehen. Dabei fallen sie in kleine Eimer, die in Abständen von einigen Metern in die Erde gegraben wurden. „Unsere Aufgabe ist es, die Zäune täglich zu kontrollieren, um alle gesammelten Kröten und Frösche wohlbehalten auf der anderen Straßenseite wieder auszusetzen“, fährt Rainer Wauer fort. Dabei wird der Bestand genau registriert und begutachtet.

Kröten und Frösche verzehren Käfer, Fliegen und Mücken. Sie leisten damit ihren Beitrag zur Ausgewogenheit der Natur. Für Reiher, Rabenvögel und nicht zuletzt für Winsens Heimatvogel, den Weißstorch, bilden die Amphibien ihrerseits einen wichtigen Bestandteil in der Nahrungskette.