2.500 € für Kinder- und Jugendprojekt verloren

Um es gleich vorweg zu nehmen, der Verlust ist durch die Ignoranz und den Egoismus Erwachsener entstanden, die sich ihres Mülls entledigen, indem sie ihn einfach in die Landschaft schmeißen. 

In diesem Fall handelt es sich um den Parkplatz der Wilfried-Hemme-Halle und den darauf befindlichen Papiercontainer, aus dem jedes Jahr rund 2.500 € zur Finanzierung des Projektes "Schüler helfen Schülern", das seit vielen Jahren an der Winser Grundschule läuft, generiert wurden. "Wenn voll, dann voll!" oder "Nur für Papier" scheint den geistigen Horizont mancher Menschen schon bei weitem zu überfordern, wie man auf den Fotos erkennen kann.

Getreu dem Motto "Hauptsache ich bin den Mist los!" wird das Papier einfach vor den Container gestellt und auch gleich noch ein bisschen anderer Müll dazu gelegt, denn alte Autoreifen und ausgediente Möbelstücke sind von Papiermüll für manche Menschen auch nur ganz schwer zu unterscheiden. Oder ist es am Ende doch pure Absicht mit dem Hintergedanken, dass sich schon ein Doofer finden wird, der das dann wegräumt?

In diesem Fall waren die "Doofen" oft genug die Schulhausmeister und an anderen Plätzen in der Gemeinde die Bauhofmitarbeiter oder Bürger, die den Anblick dieser Schweinerei nicht mehr ertragen konnten und die dann viele Stunden dafür aufgewandt haben, nur um nach ganz kurzer Zeit festzustellen, dass die Unbelehrbaren schon wieder zugeschlagen haben. Mittlerweile sind die aus unser aller Steuergelder finanzierten Personalkosten für das Aufräumen der Hinterlassenschaften so hoch geworden, dass es nicht mehr zu verantworten ist, hier tatenlos zuzusehen.

Der Papiercontainer ist darum abgeschafft worden und somit ist leider auch die Einnahmequelle für das Projekt  "Schüler helfen Schülern" versiegt. Wirklich sehr schade, denn das Projekt hat in den letzten Jahren viel Gutes für Kinder bewirken können, die ein bisschen mehr Unterstützung brauchen. Aber wie so oft in unserer Gesellschaft fallen gute Dinge den Menschen zum Opfer, die nur an sich und ihr Wohlbefinden denken - und von denen es leider immer mehr zu geben scheint. 

Dirk Oelmann
Bürgermeister